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Buch Lignano Sabbiadoro



Erwachsene
Kinder
Fl.:
  • 15,63 qkm
Höhe:
  • 2 m ü.d.M.
Bevölkerung:
  • 5,828
Gemeindeamt:
  • V.le Europa 26
  • 33054 - Aiello del Friuli (UD)
Orstchaften:
  • Lignano City, Lignano Pineta
Website
Plan:

Lignano aus der Luft ist atemberaubend: eine hakenförmig auslaufende Halbinsel, auf der Natur und vom Menschen geschaffenes Ambiente verschmelzen. Die besondere Form, die streng geologisch nicht endgültig ist, da Lagunen kein statisches sondern ein veränderliches System sind, neigt sich der langen Insel S. Andrea entgegen, mit der sie früher ein Gebiet abschloss, in dem das Land die Oberhand über das Meer hatte. Daraus ergibt sich die Vermutung, dass eine schiffbare Strecke innerhalb der ruhigen Gewässer der Lagunen von Ravenna bis Aquileia bestanden hatte, mit sicheren Anlegeplätzen, wie es der Hafen von Lignano sein konnte, von dem Straßen auch bis Aquileia führten. Im Früh- und Spätmittelalter verlor Lignano wegen der veränderten politischen Landschaft und des Aufstiegs anderer Hafenstädte zunehmend an Bedeutung und verkam vom 18. Jh. bis in das frühe 20. Jh. zu einem unbedeutenden Fischerdorf abseits der großen Verkehrsadern des Festlandes. Auch die ersten Beherbergungsbetriebe, die wegbereitend vor dem 1. Weltkrieg errichtet wurden, ließen ihre Gäste mit Booten von Marano oder Precenicco anreisen. Erst nach dem 2. Weltkrieg machte Lignano den entscheidenden Qualitätssprung mit der Gliederung in vier angrenzende, komplementäre Ortsteile, die unterschiedliche Zielgruppen in Bezug auf Alter und Interessen ansprechen: der erste war Lignano Sabbiadoro an der äußersten Spitze der Halbinsel, neben dem alten Hafen, wo ein langer Streifen wilder Naturlandschaft mit einem überaus feinen, goldfarbenen Sand die Errichtung einer attraktiven Strandanlage ermöglichte. Von 1953 bis 1956 entstand das zukunftsweisende Projekt von Marcello D’Olivo für Lignano Pineta, das einen spiralförmigen Aufbau der Hauptstraßen und gegenüber der Straßenfront zurückversetzte Wohnhäuser vorsah, die in Grünlage blieben und so die Auswirkung auf das Landschaftsbild milderten. Wenn auch nicht alle Vorgaben streng eingehalten wurden, ist Lignano Pineta dennoch ein Beispiel dafür, wie Fortschritt, Umwelt, Funktionalität und Fantasie gemeinsam bestehen können. Im weiteren Verlauf entstanden das Wohnviertel City und Lignano Riviera für Urlaube im engen Kontakt mit der Natur. Hier ist noch ein bedeutender Rest der alten Pinienhaine erhalten, die durch weitere Grünanlagen ergänzt werden, wie Tierpark Punta Verde und Parco Hemingway (der amerikanische Schriftsteller, der von der Schönheit der Landschaft so beeindruckt war, dass er sie für einen späteren Wohnsitz auswählte und Lignano als “italienisches Florida” bezeichnete). Obwohl in Lignano auch moderne Bauten von einem geringeren architektonischen und kreativen Wert entstanden sind, gibt es auch interessante Projekte bedeutender, zeitgenössischer Architekten wie Pietro Zanini, Gianni Avon, Aldo Bernardis und der bereits erwähnte D’Olivo zu entdecken. Abschließend ist noch die kleine Marienvotivkirche (15. Jh.) zu erwähnen, die vor den Schäden wiederholter Überschwemmungen in einer problematischen Rettungsaktion vom nahen Bevazzana nach Lignano übersiedelt wurde. Im Kirchenraum, neben mehreren Sinopien, ein schöner Freskenzyklus der damaligen Epoche mit sakralen Themen.

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